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05.04.2017

Wahlbenachrichtigung in Leichter Sprache sorgt für Verwirrung

Einen Monat vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 7. Mai sind die ersten Benachrichtigungen zu den Wahlen eingetroffen.

Erstmals sind die Schreiben in „Leichter Sprache“ formuliert worden, um auch Empfänger|innen mit geringeren Sprachkompetenzen anzusprechen. Zwei Artikel in den Kieler Nachrichten beschäftigen sich am 5. April mit dem Thema.
Gängige Begriffe seien unglücklich getrennt, „Landtag“ ist zu „Land-Tag“, aus „Postleitzahl“ ist „Post-Leit-Zahl“ geworden. Viele Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, die die Wahlbenachrichtigung bereits erhalten haben, sind verwirrt oder verärgert über die ungewohnten und zum Teil sehr unglücklichen Schreibweisen.
Dem stimmen Anna Lang und Kerrin Schöne von capito Schleswig-Holstein auf Nachfrage der Kieler Nachrichten zu: „Die Übersetzung passt nicht wirklich, hier wurde leider nicht ausreichend bedacht, wer die Zielgruppe ist,“ so Kerrin Schöne. „Es geht darum, einen angemessenen Ton zu finden, damit Inhalte auch gelesen werden – nicht darum, möglichst viele Bindestriche einzusetzen,“ bekräftigt Anna Lang.

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